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DPR fordert Schutz aller Pflegekräfte

Die Bundesregierung will medizinisches Personal in der Notfallversorgung besser vor Gewalt schützen und hat diesbezüglich im Bundeskabinett ein Maßnahmenpaket beschlossen. Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats (DPR), begrüßt diese Entscheidung. Es sei aber notwendig, die Maßnahmen auf alle Pflegebereiche auzuweiten, sagte er.

- Ein Maßnahmenpaket soll den strafrechtlichen Schutz von medizinischem Notfallpersonal erweiternFoto: Werner Krüper

"Gewalt darf nicht geduldet werden. Die Arbeit von Pflegefachpersonen ist eine schwierige Arbeit und erfordert sowohl körperlich als auch psychisch einen hohen Einsatz, häufig unter erschwerten Arbeitsbedingungen", so Wagner, "sie dient der Hilfe und sollte mit Wertschätzung und Respekt gewürdigt werden." Laut Wagner steht die Gesellschaft in der Verantwortung, dafür zu sorgen, dass professionell Pflegende ihren Beruf gerne und ohne jegliche Ängste ausüben können.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte unlängst   angekündigt, diesbezüglich in absehbarer Zukunft einen Gesetzesentwurf für Änderungen des Strafgesetzbuchs vorlegen zu wollen. Bislang bezieht sich das Maßnahmenpaket explizit auf medizinisches Personal von ärztlichen Notdiensten und in Notfallambulanzen. 

Tipp: Zum Thema "Strategien gegen Gewalt in der Pflege" haben wir ein Interview-Video mit Marco Sander von der Universität Lübeck gedreht. Zu finden ist dies unter: www.altenpflege-online.net/Infopool/Videos/Strategien-gegen-Gewalt-in-der-Pflege/