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„Equal Pay Day“ gegen ungerechte Bezahlung

Am heutigen 18. März wird der "Equal Pay Day" (Tag für gleiche Bezahlung) bundesweit begangen. Er soll den Tag markieren, bis zu dem Frauen wegen geringerer Einkommen im Schnitt umsonst arbeiten, während Männer seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. Die Lohnlücke in Deutschland beträgt nach wie vor 21 Prozent.

- Männer verdienen im Schnitt noch immer 21 Prozent mehr als Frauen. Am "Equal Pay Day" machen Frauen auf diese Gerechtigkeitslücke aufmerksam – und fordern darüber hinaus eine bessere Bezahlung der Beschäftigten in Pflege- und Sozialberufen.Foto: Sandra Weller

Die bundesweite Equal Pay Day-Kampagne steht in diesem Jahr unter dem Motto "Wertsache Arbeit". Quer durch die Republik wollen Initiativen und Gruppen auf vielfältige Art und Weise auf die ungleiche Bezahlung der Geschlechter aufmerksam machen. So wollen Frauen in mehreren Städten Mecklenburg-Vorpommerns heute Brötchentüten an Passanten verteilen. Brötchen kosteten für Frauen und Männer gleich viel, so die Initiatoren der Aktion, aber viele Frauen verdienten deutlich weniger als Männer.

In diesem Zusammenhang forderte Claudia Kajatin, Geschäftsführerin des Landesfrauenrats Mecklenburg-Vorpommern, auch eine rasche Aufwertung der Pflege- und Sozialberufe, die sich seit jeher durch einen hohen Frauenanteil auszeichnen: "Die Bezahlung einer Altenpflegerin spiegelt nicht ausreichend die körperliche und psychische Belastung dieser Arbeit wider."

Im Jahr 2018 blieb der allgemeine Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des "Equal Pay Day" anhand fortgeschriebener Ergebnisse der Verdienststrukturerhebung mitteilt, verdienten Frauen mit einem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 17,09 Euro 21 Prozent weniger als Männer (21,60 Euro).