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Franz Wagner: “Pflege nicht nur feiern – in Pflege investieren!”

Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats (DPR), hat den Entschluss der Weltgesundheitsversammlung, das gesamte Jahr 2020 zum Internationalen Jahr der Pflegefachpersonen und Hebammen zu erklären, im Namen seines Verbandes ausdrücklich begrüßt. Er rief aber dazu auf, den Worten auch Taten folgen zu lassen.

- "Es geht nicht nur darum, diese beiden Professionen zu feiern, sondern auch darum, in Zeiten des Personalmangels in sie zu investieren": Franz Wagner, Präsident des Deutschen Pflegerats, zum Internationalen Jahr der Pflegefachpersonen und Hebammen.Foto: DPR

"Es geht nicht nur darum, diese beiden Professionen zu feiern, sondern auch darum, in Zeiten des Personalmangels in sie zu investieren", so Wagner. Für beide Professionen gebe es in Deutschland seit dem 1. Januar neue Ausbildungsgesetze: "Die Umsetzung dieser Gesetze bedarf einer breiten Unterstützung und Förderung durch die Verantwortlichen in Bund und Ländern."

Gerade in der Pflege bleibe Deutschland sowohl bei der Ausbildung als auch beim Berufsprofil deutlich hinter den Möglichkeiten zurück, so der DPR-Chef. Damit werde vor allem chronisch Kranken und pflegebedürftigen Menschen wichtige Unterstützung vorenthalten: "Es ist überfällig und dem Ziel des Internationalen Jahres angemessen, endlich die rechtlichen und personellen Voraussetzungen für einen adäquaten Einsatz der Kompetenzen der Pflegefachpersonen zu schaffen."

Die Weltgesundheitsversammlung (World Health Assembly/WHA) ist das höchste Entscheidungsgremium der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization/WHO) und tritt jedes Jahr in Genf zusammen. Für ihre thematischen Schwerpunkte verabschiedet die WHA Resolutionen und setzt somit globale Strategierahmen.