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Grüne: „Verfahren zur Reform nicht verschleppen!“

Die Fraktion der Grünen im Deutschen Bundestag hat die Koalition aus CDU/CSU und SPD aufgefordert, die geplante Reform der Pflegeberufe zügig auf den Weg zu bringen. "Das Verfahren darf jetzt nicht verschleppt werden", sagte Elisabeth Scharfenberg, pflegepolitische Sprecherin ihrer Fraktion, der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

- Warnt die Koalition davor, das Verfahren zur Reform der Pflegeberufe zu verschleppen: Elisabeth Scharfenberg, pflegepolitische Sprecherin der Fraktion der Grünen im Deutschen Bundestag.Foto: Chaperon

Zukünftig soll in allen Pflegeschulen die Ausbildung mit einer zweijährigen generalistischen Pflegeausbildung beginnen. Nach zwei Jahren sollen die Azubis die generalistische Ausbildung fortsetzen oder den bisherigen Abschluss als Altenpfleger oder Kinderkrankenpfleger wählen können, einen Einzelabschluss in der Krankenpflege soll es nicht mehr geben (wir berichteten Anfang April unter der Überschrift "Koalition einigt sich bei Pflegeausbildung"). Dieser Kompromiss, auf den sich die Koalitionäre geeinigt haben, geht seitens der Parteien auf die Fachexperten Georg Nüßlein (CSU) und Karl Lauterbach (SPD) zurück.

An eben diese beiden hat Scharfenberg nun einen offenen Brief gerichtet. "Die öffentlich bekannt gewordenen Eckpunkte des Kompromisses lassen deutliche Veränderungen des Gesetzentwurfes vermuten und werfen neue Fragen auf", heißt es darin. Die Grünen-Politikerin fordert die Koalition auf, zügig eine gesetzestechnische Formulierung zu den Plänen vorzulegen und eine öffentlichen Anhörung des Gesundheitsausschusses des Bundestags zu ermöglichen.