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Humor als Ressource im Pflegealltag

In der aktuellen Ausgabe des Magazins Altenpflege wird Humorexperte und Trainer Georg Brinkmann interviewt und erläutert, welche Bedeutung Humor für Beziehungen und den Pflegealltag in stationären Einrichtungen hat. Er beschreibt Humor als wirksames Werkzeug, um Beziehungen zu stärken und dem Pflegealltag neue Impulse zu geben.

Heimbewohnerin in grauer Strickjacke lacht
Foto: Werner Krüper

Humor als Antwort auf Routinen

Der Alltag in stationären Einrichtungen ist häufig von Routinen geprägt. Diese können zu Stress bei Pflegefachpersonen und zu Langeweile bei Bewohner:innen führen. Daraus entstünden Ernsthaftigkeit und Einsamkeit. Humor ermögliche kleine Veränderungen, etwa durch einen Perspektivwechsel oder durch das Unterbrechen gewohnter Abläufe. Schon kurze humorvolle Momente schafften Nähe und Zuwendung, hoben die Stimmung und eröffneten neue Wege der Begegnung. Der zeitliche Aufwand sei gering.

Clowns und Menschen mit Demenz

Besonders deutlich werde die Kraft des Humors im Umgang mit Menschen mit Demenz. Clowns lebten im Augenblick, verfolgten keine Ziele und brächen bewusst Regeln. Sie dürften scheitern, Gefühle zeigen und auch unlogisch kommunizieren. So entstehe leichter eine Brücke zur Erlebniswelt von Menschen mit Demenz. Andere Berufsgruppen könnten dies kaum leisten, da sie an Aufgaben und Sprache gebunden seien.

Humor praktisch integrieren

Pflegefachpersonen, die selbst clownesk arbeiten möchten, benötigen laut Brinkmann eine spezielle Ausbildung. Hilfreich seien Humor, Geduld und Empathie sowie die Fähigkeit, den eigenen Narren zuzulassen und zugleich die Situation im Blick zu behalten. In Workshops vermittle er Grundlagen wie Empathie, Resilienz, nonverbale Kommunikation und Spontanität. Entscheidend seien drei Schritte: den eigenen Humor finden, ihn ausdrücken und so einsetzen, dass das Gegenüber ihn teilen kann. Auch ohne Kostüm lasse sich diese Haltung leben, indem man „Das Witzige in Situationen sehen, sich daran freuen und es mit anderen teilen“ lernt. Brinkmann betont, dass „die Beziehung zu den Bewohnerinnen und Bewohnern die wichtigste Maßnahme ist“.

Das gesamte Interview finden Sie im aktuellen „Magazin Nachgefragt“ der Fachzeitschrift Altenpflege (12/2025). https://www.altenpflege-online.net/epaper/