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Niedersachsen bündelt Verfahren für ausländische Fachkräfte landesweit

Mit einer neuen Zentralstelle in Osnabrück will Niedersachsen den Zuzug ausländischer Fachkräfte vereinfachen. Das Land zieht nach einem halben Jahr Betrieb eine positive Zwischenbilanz.

Die schnelle Anerkennung internationaler Pflegekräfte könnte in Thüringen hunderte zusätzliche Pflegefachkräfte in die Versorgung bringen. Foto: AdobeStock/Rawpixel (Symbolbild).

Die niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens hat am Dienstag die Zentralstelle für das beschleunigte Fachkräfteverfahren in Osnabrück besucht. Dort informierte sie sich über die Arbeit der neuen Organisationseinheit, die seit Juli 2025 für das gesamte Land zuständig ist. Behrens betonte laut Mitteilung die Bedeutung effizienter Verwaltungsprozesse, um dringend benötigte Fachkräfte schneller nach Niedersachsen zu holen.

Bislang seien die Verfahren bei kommunalen Ausländerbehörden abgewickelt worden, das Land bündele sie nun in einer zentralen Stelle. „Niedersachsen ist auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen und dafür braucht es klare und verlässliche Strukturen“, sagte Behrens. Die Zentralstelle solle dafür sorgen, dass Unternehmen und Antragstellende feste Ansprechpartner und standardisierte Abläufe erhalten.

Pflege im Fokus

Gefragt sei das beschleunigte Verfahren vor allem in den Bereichen Pflege, Medizin, Transport und Logistik sowie in der Land- und Forstwirtschaft. Auch im Industrie- und Handwerkssektor verzeichne die Einrichtung steigende Nachfrage. Derzeit stammen die meisten Fachkräfte aus der Türkei, Marokko, Kamerun und Tunesien.

Nach Angaben des Präsidenten der Landesaufnahmebehörde, Klaus Dierker, hat die Zentralstelle bislang stabile Abläufe und kurze Bearbeitungszeiten erreicht. „Mit der Zentralstelle haben wir verlässliche Strukturen geschaffen, die den Zuzug von Fachkräften effizient unterstützen“, sagte er.

Seit dem Start im Juli 2025 sind 920 Anträge eingegangen. 424 Verfahren wurden abgeschlossen, in 201 Fällen konnten Vorabzustimmungen erteilt werden. Rund 378 Verfahren befinden sich derzeit noch in Bearbeitung. Im Schnitt dauert es von der Vereinbarung mit dem Unternehmen bis zur Vorabzustimmung zweieinhalb Wochen. In der Osnabrücker Zentralstelle arbeiten derzeit 23 Beschäftigte.

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