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Pflegeheimkosten in Bayern steigen auf über 2.600 Euro
Die finanzielle Belastung für Pflegeheimbewohner in Bayern wächst weiter. Seit Jahresbeginn müssen sie durchschnittlich 51 Euro mehr pro Monat aus eigener Tasche zahlen.
Pflegebedürftige in bayerischen Heimen zahlen aktuell durchschnittlich 2.609 Euro pro Monat selbst. Das entspricht einem Anstieg von rund zwei Prozent seit Jahresbeginn, wie eine Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt. Zu Jahreswechsel lagen die Eigenanteile noch bei 2.558 Euro.
Ein Pflegeheimplatz kostete zur Jahresmitte insgesamt 5.135 Euro monatlich. Die Pflegekasse zahlte davon 1.537 Euro, zusätzliche Leistungszuschläge brachten weitere 989 Euro. Von den Eigenanteilen entfielen 1.189 Euro auf die Pflege, 983 Euro auf Unterkunft und Verpflegung sowie 437 Euro auf Investitionskosten.
Selbst Bewohner, die länger als drei Jahre in einer Einrichtung leben und die maximalen Zuschläge erhalten, mussten noch 1.965 Euro monatlich selbst aufbringen. Bayern liegt zwar unter dem Bundesdurchschnitt von 2.707 Euro, doch die AOK Bayern fordert trotzdem eine grundlegende Reform.
„Die Kostenentwicklung ist ein bundesweites Strukturproblem der Pflegefinanzierung“, sagt Alexandra Krist von der AOK Bayern. Die Pflegereform müsse Pflegebedürftige vor finanzieller Überforderung schützen und die Pflegeversicherung langfristig stabilisieren.
Passend dazu: Wie hoch die aktuellen Pflegeheim-Eigenanteile sind
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