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Rothgang: „Größter Personalbedarf in der Pflege besteht bei Hilfskräften“

Das Pilotprojekt von Gesundheitsökonom Prof. Heinz Rothgang und Gerontologe Thomas Kalwitzki (beide Universität Bremen) zur Personalbemessung in der Pflege habe gezeigt: Es würden vor allem Assistenz- und Hilfskräfte gebraucht. Das teilte Rothgang im Rahmen der AltenpflegeKongresse mit.

- Heinz Rothgang testet in einem Pilotprojekt ein Verfahren zur Bemessung des Personalbedarfs in der Pflege.Foto: Toni Hoffmann

Der notwendige Anteil an Fachpersonen in der Pflege sei demnach niedriger als zuvor angenommen, dafür sei allerdings ein Personalmehreinsatz aller Berufsgruppen notwendig, resümierte Rothgang. Die aktuelle Fachkraftquote von 50 Prozent müsste durch individuelle Strukturen abgelöst werden, die je nach Heim variieren. Bei Pflegeeinrichtungen mit einem hohen Pflegegradmix seien auch mehr Fachpersonen erforderlich, so Rothgang.

Zusätzliches Personal sei aber kein Garant für eine höhere Qualität der pflegerischen Versorgung, gab Rothgang zu bedenken. Die Rolle der Pflegefachperson benötige eine Neudefinition: Ihre Kernkompetenz müsse in Zukunft die Planung, Anleitung und Beaufsichtung des Pflegeteams sein, so Rothgang.

Wie zukunftsfähige Teams durch den richtigen Personalmix entstehen, berichtet Prof. Rothgang in der Eröffnungsrede des Zukunftstags im Rahmen der Messe ALTENPFLEGE 2020. Unter dem Hashtag #altenpflege2020 informieren wir auf Facebook, Instagram und Twitter über die Veranstaltung.