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Umfrage „Altenpflege im Fokus“

Die Umfrage Altenpflege im Fokus beschreibt eine stark verschärfte Personalsituation, zeigt zentrale Belastungen und benennt klare Erwartungen der Pflegefachpersonen. Miriam von Bardeleben, Chefredakteurin der Zeitschrift Altenpflege, gibt in der aktuellen Ausgabe des Magazins einen Einblick in die Ergebnisse.

Eine Altenpflegerin hält ein Schild in die kamera auf dem steht: Altenplege im Fokus
Die Umfrage "Altenpflege im Fokus" soll ein realistisches Bild der Situation in der stationären Altenpflege abgeben. Foto: KI-generiert mit ChatGPT

Die Fachzeitschrift Altenpflege und der DBfK haben in der Online-Umfrage Altenpflege im Fokus die aktuelle Lage der stationären Langzeitpflege untersucht. Zwischen dem 7. April und dem 31. August beteiligten sich 622 Personen. Nach Bereinigung der ambulanten Antworten flossen 375 Rückmeldungen aus stationären und teilstationären Bereichen in die Auswertung ein. Die Mehrheit der Teilnehmenden ist seit mehr als elf Jahren in der Langzeitpflege tätig und verfügt damit über große berufliche Erfahrung.

Personalmangel als Kern der Krise

Die Ergebnisse zeichnen ein äußerst kritisches Bild. 91 Prozent der Befragten berichten von einer dramatisch verschärften Personalsituation. Diese Engpässe beeinträchtigen sowohl die Pflegequalität als auch das Privatleben der Mitarbeitenden. 40 Prozent denken über einen Berufsausstieg nach. Zugleich glauben mehr als 90 Prozent nicht, dass die Politik die tatsächlichen Bedarfe der Pflege verstanden hat. Die Teilnehmenden erleben Maßnahmen wie das Personalbemessungsinstrument und die generalistische Ausbildung bislang als wenig hilfreich.

Große Lücken im Krisenmanagement

Die Befragung zeigt erhebliche Defizite in der Vorbereitung auf Notlagen. Fast die Hälfte der Einrichtungen bietet keine Schulungen für Krisensituationen an. Nur 17 Prozent fühlen sich gut vorbereitet. Auch die betriebliche Gesundheitsförderung erreicht viele Teams kaum. Lediglich 29 Prozent nutzen entsprechende Angebote regelmäßig. Diese Lücken werden als Risiko für Mitarbeitende und Bewohner:innen bewertet.

Hohe Weiterbildungsbereitschaft als Chance

Trotz aller Belastung ergeben sich positive Signale. 68 Prozent der Befragten können sich eine Weiterbildung vorstellen. Die hohe Qualifizierungsbereitschaft gilt als Chance für Einrichtungen, erfahrene Pflegefachpersonen langfristig zu halten. Als wichtigste Voraussetzungen für Verbesserungen nennen die Teilnehmenden eine bessere Personalausstattung, verlässliche Rahmenbedingungen und eine gute Ausbildung.

Den gesamten Artikel finden Sie im aktuellen „Wissenschaft und Forschung“ der Fachzeitschrift Altenpflege (11/2025).