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Verbände fordern schnellere Berufsanerkennung ausländischer Pflegekräfte

Pflege-, Kassen- und Trägerverbände fordern, dass die Anerkennung ausländischer Pflegekräfte ebenso erleichtert wird wie bei Ärzten und anderen Heilberufen.

Das neue Gesetz beschleunigt Anerkennung in Heilberufen – außer in der Pflege. Verbände wollen diese Lücke schließen und setzen sich für die Kompetenzvermutung ein. Foto: AdobeStock/Rawpixel (Symbolbild).

Das Bundeskabinett hat das „Gesetz zur Beschleunigung der Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsqualifikationen in Heilberufen“ beschlossen. Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek), der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), der Deutsche Pflegerat (DPR), der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege e.V. (DEVAP) sowie der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland e.V. (VKAD) bedauern, dass das Gesetz bislang nicht die Anerkennung ausländischer Pflegekräfte vereinfacht.

Verbände fordern: Lücke im Gesetz schließen

Der aktuelle Entwurf erleichtere lediglich die Anerkennung der Berufe Ärztin und Arzt, Zahnärztin und Zahnarzt, Apothekerin und Apotheker sowie Hebamme. Die Verbände fordern, die Lücke im Bereich Pflege im weiteren parlamentarischen Verfahren des Gesetzes zu schließen.

Die fünf Verbände vertreten gesetzliche Krankenkassen, Arbeitgebende und Pflegekräfte und bilden damit eine breite Allianz für die sogenannte Kompetenzvermutung. Mit einer solchen Kompetenzvermutung können internationale Pflegekräfte sofort als Fachkräfte in Deutschland arbeiten, wenn sie eine mindestens dreijährige Ausbildung oder ein Studium absolviert haben und die notwendigen Sprachkenntnisse mitbringen. Weitere Prüfungen von Ausbildungsinhalten und ggf. notwendigen Anpassungsmaßnahmen erfolgen nachgelagert.

11.000 zusätzliche Fachkräfte für die Pflege

Berechnungen des bpa zufolge könnten durch eine Kompetenzvermutung auf einen Schlag 11.000 zusätzliche Pflegekräfte als Fachkräfte in der Versorgung eingesetzt werden, die aktuell in Anerkennungsverfahren warten. Zudem würde der Standort Deutschland für internationale Fachkräfte attraktiver, wenn die Interessenten sich eines schnellen Berufseinstig sicher sein können. Aktuell dauern Anerkennungsverfahren bis zu einem Jahr.

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