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Warum die Pflegekammer NRW ihre Teilnahme an der didacta abgesagt hat

Brisant: Die Präsidentin der Pflegekammer NRW, Sandra Postel, bleibt der Bildungsmesse didacta fern – wegen der AfD. Auch andere Referenten ziehen sich zurück. Was steckt dahinter?

Sandra Postel, Präsidentin Pflegekammer NRW
Sandra Postel, Präsidentin der Pflegekammer NRW, nimmt nicht an der Bildungsmesse didacta teil, weil die AFD als Aussteller dabei ist. Foto: Jochen Rolfes

Die Präsidentin der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen, Sandra Postel, hat ihre Teilnahme an der Bildungsmesse didacta abgesagt. Grund ist die Zulassung der AfD als Aussteller.

„Mit Bedauern haben wir zur Kenntnis genommen, dass die Partei ‚Alternative für Deutschland‘ (AfD) als Aussteller zugelassen wurde“, schrieb Postel in einer Mail an die Veranstalter. Sie verwies auf ein Positionspapier der Kammer, das eine Zusammenarbeit mit demokratiefeindlichen Organisationen ausschließe.

Postel betonte, dass sie als Kammerpräsidentin an die Beschlüsse der Kammerversammlung gebunden sei. „Eine Verpflichtung, die ich ausdrücklich unterstütze.“ Neben ihr sagten zwei weitere Referenten ihre Teilnahme ab.

Die Entscheidung sei bewusst und nach reiflicher Überlegung getroffen worden. Gerade in der Pflege, in der viele Mitarbeitende einen Migrationshintergrund hätten, seien Vielfalt und Freiheit hohe Werte, die nicht nur in Reden verteidigt werden dürften.

Postel wies darauf hin, dass derzeit eine mögliche Revision der Zulassung diskutiert werde. „Sollte es zu einer Rücknahme der Zulassung der AfD kommen, würden wir unsere Teilnahme am geplanten Programmpunkt gerne wie ursprünglich vorgesehen wahrnehmen.“

Passend dazu: Pflegekammer-Präsidentin Postel wehrt sich gegen Manipulationsvorwürfe von Björn Höcke

Eine Antwort auf “Warum die Pflegekammer NRW ihre Teilnahme an der didacta abgesagt hat

  1. schikofski

    Ob dieses ständige „aus dem Weg gehen“ die richtige Strategie ist und tatsächlich die gewünschten Signale setzt? Wer profitiert denn letztlich davon?
    Geht Frau Postel denn wohl zur Bundestagswahl? Denn immerhin ist die AfD eine Partei auf dem Wahlzettel und somit zugelassen.