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Wird die fachschulische Pflegeausbildung abgewertet?

Verdi sieht in den im Oktober veröffentlichten Aufgabenprofilen akademisch qualifizierter Pflegefachpersonen eine Abwertung beruflicher Ausbildung. Der Deutsche Pflegerat widerspricht.

Ausbildung, Personal, Personalbemessung
Pflegeazubis im Praxiseinsatz lernen die Grundlagen der Dokumentation in der Einrichtung. Foto: Werner Krüper

Eine Arbeitsgruppe unter Federführung der Diakonie hatte im Oktober eine Empfehlung zu Aufgabenprofilen akademisch qualifizierter Pflegefachpersonen veröffentlicht.

Sylvia Bühler, Leiterin des Fachbereichs Gesundheit der Gewerkschaft Verdi, bezeichnete in einem Statement gegenüber „Altenpflege“ die darin vorgesehene Abgrenzung von komplexen und hochkomplexen Pflegeprozessen als Unterscheidungsmerkmal für die beiden Berufszugänge als völlig ungeeignet.

„Wenn sogenannte hochkomplexe Pflegetätigkeiten künftig nur noch von hochschulisch Qualifizierten ausgeübt werden, würde das eine Abwertung der beruflich ausgebildeten Pflege bedeuten“, so Bühler. Die Entwicklung von Tätigkeitsprofilen hochschulisch ausgebildeter Pflegefachpersonen, dürfe nicht auf Kosten beruflich qualifizierter Fachkräfte gehen.

Die Präsidentin des Deutschen Pflegerats, Christine Vogler, kann die Argumentation von Verdi nicht nachvollziehen. „Es ist verwirrend, künstlich konstruiert und nicht nachvollziehbar, warum Verdi meint, damit würden die fachschulisch ausgebildeten Pflegeberufe abgewertet“, kritisierte Vogler. Anstatt eine fachliche Diskussion zu führen, schaffe die Gewerkschaft eine Kluft zwischen den verschiedenen Berufen in der Pflege. „Anstatt zu vereinen, werden unnötige Barrieren aufgebaut“, sagte Vogler.

Den vollständigen Schlagabtausch mit vielen weiteren Argumenten auf beiden Seiten lesen Sie in unserer „Pro & Contra“-Rubrik in der Dezember-Ausgabe der „Altenpflege“. Noch kein Abo? Hier geht’s zum kostenfreien Probe-Abo.