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Auslandsfachkräfte: Mehr Anträge auf Berufsanerkennung vor allem in der Pflege

In Sachsen haben im vergangenen Jahr mehr Menschen die Anerkennung einer ausländischen Berufsqualifikation beantragt. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Diesem Positivtrend stehen aber auch wachsende Herausforderungen gegenüber.

Auslandsrecruiting läuft nicht rund, Ausländische Fachkräfte
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Insgesamt wurden 1982 Anträge gestellt, 6,3 Prozent mehr als 2021, wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilte. 792 davon wurden als vollständig gleichwertig zu einer in Deutschland erworbenen Qualifikation anerkannt. Mit der Auflage einer Ausgleichsmaßnahme wie einer Eignungsprüfung oder spezieller Lehrgänge wurden 782 Anträge beschieden, 164 wurden abgelehnt.

Die meisten Anträge kamen von Personen mit hochgefragten Qualifikationen: Pflegefachpersonen, Medizinerinnen und Mediziner, Lehrkräfte sowie Ingenieurinnen und Ingenieure. Am häufigsten wurden Anträge von Menschen bearbeitet, die ihre Ausbildung in Syrien (212), auf den Philippinen (193), in Ägypten (189) und in der Ukraine (137) abgeschlossen haben.

Die Anwerbung von Auslandsfachkräften gilt als wichtige Säule zur Bekämpfung des zunehmenden Pflegenotstands. Bis 2025 werden voraussichtlich 150.000 zusätzliche Pflegepersonen benötigt, wohingegen die bisherige Bilanz bei der Auslandsfachkräftegewinnung eher ernüchternd ausfällt. Zumal eingewanderte Fachkräfte in Teilen auch wieder das Land verlassen. Bei einer Umfrage nannten die Befragten unter anderem Diskriminierungserfahrungen und fehlende Wertschätzung als Gründe.

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