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Pflegedienstleitungen steuern Wirtschaftlichkeit strategisch

Pflegedienstleitungen tragen Mitverantwortung für eine wirtschaftliche Leistungserbringung. Dabei steht gute Pflege nicht im Widerspruch zu wirtschaftlichem Arbeiten – der Schlüssel liegt in systematischer Analyse.

Pflegedienstleitungen tragen Mitverantwortung für Wirtschaftlichkeit und Qualität
Pflegedienstleitungen tragen Mitverantwortung für Wirtschaftlichkeit und Qualität Foto: Werner Krüper

Pflegedienstleitungen müssen quantitative und qualitative Faktoren systematisch erheben und bewerten. Die Basis bildet die Kenntnis gesetzlicher Rahmenbedingungen: Ordnungsrechtliche Vorgaben der Heimaufsicht wie Fachkraftbesetzung und leistungsrechtliche Vorgaben der Pflegekassen zu Personalanhaltswerten bestimmen den Handlungsrahmen.

Die Pflegegradverteilung fungiert als zentrales Steuerungsinstrument für die Personalplanung. Bei Wohnbereichen mit überwiegend niedrigen Pflegegraden entstehen oft Probleme bei der qualifizierten Besetzung. Die Folge: höhere Besetzungen als refinanziert oder teurer Einsatz von Leiharbeit.

Ein regelmäßiger Soll-Ist-Abgleich des Stellenkontingents ist unverzichtbar. Drei Parameter stehen im Fokus: geplante Besetzung, tatsächliche Besetzung und vertraglich refinanzierte Stunden. Ausfallzeiten werden häufig unterschätzt – bei sieben Prozent krankheitsbedingten Ausfällen entspricht dies etwa 210 Diensten pro Jahr bei 10,5 Vollzeitkräften.

Qualitative Faktoren ergänzen die Zahlen: Die Strukturierte Informationssammlung (SIS) und Qualitätsprüfungsrichtlinien geben Hinweise auf Steuerungsbedarf.

Mehr Details zu Wirtschaftlichkeit in der Pflegedienstleitung lesen Sie in unserem Schwerpunktthema Mehr als Zahlen – Kennzahlen der Juni-Ausgabe der Fachzeitschrift Altenpflege.