Personal

Trotz Pandemie: Mehr Pflege-Beschäftigte in Baden-Württemberg

Beschäftigungszahlen in baden-württembergischen Pflegeeinrichtungen sind im letzten Jahr doppelt so stark gewachsen wie in der Gesamtwirtschaft. Darauf hat der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) hingewiesen.

Foto: AdobeStock/CHW Der Jobmotor Pflege brummt zumindest in Baden-Württemberg auch in der Pandemie.

Einer aktuellen Auswertung der Bundesagentur für Arbeit zufolge stieg die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse im Bereich „Heime und Sozialwesen“ trotz der Coronapandemie zwischen September 2020 und September 2021 um 6.800 auf jetzt 283.300 an. Das entspricht einem Zuwachs um 2,5 Prozent.

Passend dazu: Der Anteil der Hilfskräfte wächst, Pflegefachpersonen werden weniger

„Die Pflege ist für Berufsstarter und Seiteneinsteiger anhaltend attraktiv“, so der baden-württembergische bpa-Landesvorsitzende Rainer Wiesner. Der Beschäftigungszuwachs müsse ausgebaut und fortgesetzt werden, um die enorm steigende Zahl von Pflegebedürftigen in den nächsten Jahren versorgen zu können und um die in den Ruhestand wechselnden Pflegekräfte zu ersetzen sowie die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu verbessern.

Anwerbung aus dem Ausland beschleunigen

„Neben der Ausbildung, Umschulung und der Erleichterung des Wiedereinstiegs von Pflegefachkräften müssen wir die Anstrengungen für die Anwerbung internationaler Pflegekräfte verstärken, um den Bedarf zu decken“, so Wiesner. Dazu müsse das Land Baden-Württemberg vor allem die Anerkennung deutlich beschleunigen und erleichtern. „Die zuständige Anerkennungsbehörde im Regierungspräsidium Stuttgart muss dafür organisatorisch und personell spürbar unterstützt werden.“

Passend dazu: Gütesiegel soll Auslandsrecruiting erleichern