News

BKSB fordert: Hessen muss Qualifikationsanforderungen für Pflegelehrer senken

In Hessen bleibt über ein Drittel der Lehrstellen in der Pflege unbesetzt. Der BKSB sieht die hohen Qualifikationsanforderungen als Hauptproblem und fordert das Land zum Handeln auf.

Über ein Drittel der Lehrstellen in der Pflege bleiben in Hessen unbesetzt
Über ein Drittel der Lehrstellen in der Pflege bleiben in Hessen unbesetzt Foto: AdobeStock/Aleksey KI-generiert

Der Bundesverband kommunaler Senioren- und Behinderteneinrichtungen (BKSB) warnt vor einem dramatischen Lehrermangel in der Pflegeausbildung. Laut Michael Jahn, Landesbeauftragter der BKSB-Landesgruppe Hessen, bleiben seit 2024 über ein Drittel der Lehrstellen in der Pflege unbesetzt – Tendenz steigend.

Besonders kritisch sieht Jahn die Reduzierung der Studienplätze an der Hochschule Frankfurt am Main. Mit jährlich nur sechs bis zehn Absolventen eines Pflegepädagogikstudiums in Frankfurt und Fulda könne die Lücke nicht geschlossen werden. Für die geplante 25-prozentige Erhöhung der Pflegefachassistenzkräfte zur Umsetzung der Personalbemessung nach § 113c SGB XI seien zusätzliche Lehrkräfte nötig.

Der BKSB kritisiert die hohen Qualifikationsanforderungen für Pflegelehrer. Das Erfordernis eines Masterabschlusses sei „ein Hemmnis für den Aufbau dringend benötigter Ausbildungskapazitäten“, so Jahn. Er fordert das Land Hessen auf, von der Möglichkeit des § 8 Absatz 3 PflFAssG Gebrauch zu machen und befristet bis 2035 niedrigere Anforderungen festzulegen. Auch ein Bachelor-Studiengang sollte gefördert werden.

Passend dazu: PflegeKompass: Mitarbeitende einarbeiten