Corona

Saarland: Programm für besseren Schutz in Heimen

Mehr Tests und Kontaktnachverfolgung: Im Saarland will das Gesundheitsministerium Bewohner und Beschäftigte in Alten- und Pflegeheimen besser schützen.

Saarlands Sozialministerin Monika Bachmann (CDU)
Foto: Tom Gundelwein Saarlands Sozialministerin Monika Bachmann (CDU) möchte Pflegeheime besser schützen.

“Die Virus-Mutationen sind eine große und sehr reale Gefahr. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, derartige Mutations-Infektionsketten schnell zu identifizieren und einzudämmen”, teilte Sozialministerin Monika Bachmann (CDU) am 27. Januar in Saarbrücken mit. Zum Schutz der Einrichtungen wurde ein Sofort-Programm mit sechs Punkten auf den Weg gebracht. Es sieht unter anderem vor, dass in von Corona-Fällen stark betroffenen Heimen rückgestellte Proben auf Virus-Mutationen untersucht werden. Es solle ein “konsequentes Monitoring der sequenzierten Proben stattfinden” – auch bei künftigen Fällen, hieß es.

Beim Nachweis von Corona-Mutanten in Heimen seien “restriktivere Maßnahmen unumgänglich”: Dazu würden die Regeln für Hygienekonzepte und zu Besuchsverboten überarbeitet. Zudem solle die Testpflicht in den Einrichtungen noch stärker kontrolliert werden. Neben dem Einsatz von Schnelltests werde eine zweitägige Testverpflichtung überprüft. Und: Mit personeller Unterstützung der Bundeswehr solle bei einem Ausbruchsgeschehen mit dem Gesundheitsamt ermittelt werden, wie es zu Eintragungen in den Heimen und demnach zu den Ausbrüchen gekommen sei, teilte das Ministerium weiter mit. Im Saarland waren am 26. Januar die ersten Fälle einer Coronavirus-Mutation entdeckt worden. Es handelte sich um vier positive Proben aus dem Bereich St. Wendel.