Corona

Pflegerat erwartet keine Kündigungswelle durch begrenzte Impfpflicht

Der Landespflegerat in Sachsen-Anhalt hält eine Kündigungswelle beim Pflegepersonal wegen der begrenzten Impfpflicht für medizinisches Personal für unwahrscheinlich. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Foto: AdobeStock/sharryfoto Bis Mitte März 2022 müssen Beschäftigte in Pflegeeinrichungen nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind.

Die Stimmung sei wie in der Gesamtbevölkerung nicht einheitlich, sagte der Vorsitzende des Henry Rafler am Mittwoch. Er glaube nicht, dass „in Größenordnungen“ Pflegende wegen einer solchen Maßnahme abspringen würden. Kollegen, die den Beruf verlassen wollen, hätten sich in den meisten Fällen sicher schon länger damit befasst. Primäre Gründe, den Job im Pflegewesen hinzuwerfen, sehe er eher in der psychischen und physischen Belastung.

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Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie kommt in Deutschland eine Impfpflicht – allerdings vorerst begrenzt auf Beschäftigte in Einrichtungen mit besonders schutzbedürftigen Menschen wie Pflegeheimen und Kliniken.

Pflegeberuf muss aufgewertet werden

„Für den Beruf muss dringend etwas getan werden“, sagte Rafler mit Blick auf die Arbeitsbedingungen vieler Pflegender. In erster Linie gehe es um Anerkennung und Wertschätzung. Die Herausforderungen müssten ins Bewusstsein gerufen werden und anschließend eine weitergehende Diskussion zu Arbeitsbedingungen und auch Gehältern geführt werden.

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