News
Pflegeausgaben verdoppeln sich binnen zehn Jahren
Die Ausgaben für pflegerische Leistungen sind seit 2014 um 109,1 Prozent gestiegen. Der Arbeitgeberverband Pflege macht die Politik für die Kostensteigerungen verantwortlich.
Die Ausgaben für pflegerische Leistungen haben sich in Deutschland mehr als verdoppelt. Sie stiegen von 65 Milliarden Euro im Jahr 2014 auf 135,9 Milliarden Euro im Jahr 2024, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Ihr Anteil an den gesamten Gesundheitsausgaben wuchs von 19,8 auf 25,3 Prozent.
Laut Destatis sind die SGB XI-Änderungen von 2017, gestiegene Pflegepersonalkosten und der demografische Wandel die Hauptursachen. Die Gesundheitsausgaben insgesamt erreichten 2024 538,2 Milliarden Euro – ein Anstieg um 64,2 Prozent seit 2014.
Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) kritisiert die Politik scharf. AGVP-Präsident Thomas Greiner sagt: „Der Gesetzgeber bestellt in der Pflege ein Sterne-Menü, prellt dann aber die Zeche.“ Strenge Personal- und Bauvorgaben sowie politisch verordnete Lohnsteigerungen trieben die Kosten, während Pflegebedürftige und Beitragszahlende die Rechnung erhielten.
Greiner fordert eine Reform mit gelockerten Struktur- und Personalvorgaben. Dies würde Pflege günstiger machen, Versicherungsbeiträge stabilisieren und mehr Pflegeplätze schaffen. Andernfalls werde gute Pflege zum Luxusgut.
Passend dazu: Warken kündigt Pflegereform bis Mitte Mai an
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren